Zusammenspiel im Team

TREND 17/2018

Viele denken beim Begriff Alpha-Team an Asphaltiere, an egozentrische Persönlichkeiten, Machtmissbrauch und Machtdemonstration“, erklärt Lorenz Huber. „Bei unserer Arbeit mit Führungsteam geht es jedoch vor allem darum, dass sich Führungspersönlichkeiten zu einem Alpha-Team entwickeln, um bestmögliche Leistung zu erbringen sowie positiv und motivierend auf Mitarbeiter zu wirken.“ Huber ist Dirigent, aber auch Management-Trainer, Organisationsberater und Keynote-Speaker. Gemeinsam mit der Sopranistin Johanna Krumin, dem Konzertmeister Martin Reining und den Musikern des von ihm etablierten Projekts Leadership Orchestra trainiert er Leitungsteams.

Nicht grundlos, so Huber, werde funktionierende Zusammenarbeit in Teams als „gutes Zusammenspiel“ apostrophiert, und gerade im Orchester ist das der entscheidende Erfolgsfaktor. Wichtigste Basis dafür sind die genau definierten Rollen von Dirigent Konzertmeister und Solisten. Aus diesem Setting kann ein Alpha-Team entstehen. „Mitglieder in Alpha-Teams zeichnen sich durch überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und höhere Motivation aus, sie können eigene Fähigkeiten stärker zur Geltung bringen ohne dabei andere Teammitglieder zu schwächen“ betont Huber. Er streicht weitere Merkmale hervor:

  • Alpha-Teams ersticken Widersprüche nicht im Keim, sondern verstehen es, diese konstruktiv zu managen. Führung und Mitbestimmung, Entfaltung und Unterordnung sind Beispiele, die sowohl in Unternehmen als auch in Orchestern relevant sind.
  • Mitglieder von Alpha-Teams können ihre Meinungen stark und vehement einbringen, sodass auch Dissonanzen entstehen. Nur durch solche Dissonanzen kommt es zu Höchstleistungen. Ständiger Drang nach Harmonie schwächt hingegen die Energie es entsteht nichts Aufregendes.“Schwache Teams wischen in vorauseilender Bequemlichkeit Schärfen weg und verlieren sich im Ungefähren“, weiß Huber.
  • „In einem Musikstück ist klar, wer Impulse gibt oder aufnimmt, wer Hauptstimme oder Begleitung spielt“, nennt er eine weitere Analogie. „Auch im Arbeitsleben zeichnen sich erfolgreiche Teams durch stabile Führungssituation und eingespielte Gruppendynamik aus, bei der jeder seine Rolle stärker und effektiver spielen kann“, so Huber.

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